Verschiedene Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung.
Am 01.06.2024 hat ein Klimaanpassungsmanager seine neue Aufgabe angetreten. Es handelt sich um eine befristete geförderte Vollzeitstelle. Vom 12.12.2024 - 31.03.2026 wird ein Integriertes Konzept zur Anpassung an den Klimawandel für die Blütenstadt Leichlingen erstellt.
Beschreibung
Die Akteursbeteiligung ergab lokale Schwerpunktthemen:
Klimaanpassung in B-Plänen
Städtebauliche Verträge unter Klimaschutz- und Anpassungsaspekten abschließen
Entsiegelung und Renaturierung von Flächen/ Begrünung der Stadt
Schaffung von Retentionsräumen und Wasserreservoirs
Des Weiteren wurden folgende Maßnahmen genannt:
Beratung über negative Auswirkungen von Schottergärten
Beratung über Dach- und Fassadenbegrünungen
Einführung von Baumpatenschaften
Förderung von ökologischen Kleinprojekten und Vorstellung in der Öffentlichkeit als "gutes Beispiel"
Einführung einer Baumschutzsatzung
Aufbau und Pflege von Netzwerken zur Anpassung an den Klimawandel
Zusätzlich werden im Rahmen des Anpassungskonzeptes des Rheinisch-Bergischen Kreises weitere Maßnahmen auf Kreis- sowie auf lokaler Ebene genannt.
Offizielle Beschreibung
Klimaanpassung in Leichlingen
(gemäß Klima-Strategie)
Priorität
hoch
Zeithorizont
kurzfristig
Energieeinspareffekte
keine
Keine
Emissionsreduktionspotential
niedrig / indirekt
Keine
Kosten
hoch
Variieren je nach Maßnahme
Personal
vorhanden
Die Tätigkeiten sind über den regulären Tätigkeitsumfang der Mitarbeiter*innen abgedeckt. Ggf. sollten zusätzliche Schulungen zu Klimafolgenanpassung besucht werden.
Wertschöpfung
mittel
Vorbildwirkung der Stadt und klare Profilierung als für den Klimaschutz und die Klimaanpassung aktive Verwaltung.
Aufgaben
Was passiert gerade?
31.12.2023
Regenwasserzisternen
Die Stadt Leichlingen und der Abwasserbetrieb planen seit 2020 an verschiedenen Orten in der Stadt unterirdische Wasserspeicher, um die Ressource Trinkwasser einzusparen.
Es wird aktuell versucht, an einzelnen öffentlichen Gebäuden wie bei der Feuerwehr und am Bauhof über Fördermittel Brauchwasserzisternen zu installieren, Das Brauchwasser soll für Übungszwecke und für die Betriebsfahrzeuge (Straßenreinigung, Bewässerung) gesammelt werden. Auch entlang der „Klima-Achse“, die entlang des Wilhelm-Gödders-Weg ab 2024 geplant ist, sollen möglichst zwei große Zisternen vorgesehen werden.
Zudem wird bei der Umgestaltung des Alten Stadtparks noch in diesem Jahr eine Zisterne installiert, die Regenwasser abfängt. Im Bereich Freibad-Verwaltungsnebenstelle Schulbusch-Schule Büscherhöfen entwickelt der Abwasserbetrieb derzeit auch Möglichkeiten, das Regenwasser zu speichern.
Alle Zisternen sollen durch Regenwasser von den Dachflächen gespeist werden. Oftmals soll, sofern die Zisternen voll sind, eine nachgeschaltete Versickerungsanlage das Regenwasser vor Ort versickern und das Wasser soll nicht mehr nach außerhalb der Stadt geleitet werden. Im Dezember 2022 ist eine Zisterne bei den Bauarbeiten zur Aufwertung des Stadtparks eingebaut worden (siehe Information vom 14.12.2022)
Der Hochwasserschutz wird aktuell mit dem zuständigen Wupperverband und einem Fachbüro bearbeitet. Ziel ist, durch Optimierungen der Hochwasser-Schutzanlagen den Schutz zu erhöhen. Auch Lücken im Hochwasser-System sind zu identifizieren und technische Lösungen zu suchen. Dabei geht es oftmals auch um wasserrechtliche, grundstücksrechtliche und letztendlich um finanzielle Fragen, die diskutiert werden müssen. Dabei wird die Stadt auch auf Förderungsmöglichkeiten durch Bund und Land angewiesen sein.
Parallel zum Hochwasserschutz arbeitet der Abwasserbetrieb auch an der Starkregenvorsorge, also gegen Überflutungen, die nicht aus der Wupper herrühren. Hier sind es viele kleine Maßnahmen, die sukzessive bearbeitet werden.
31.8.2024
Machbarkeitsstudie des Wupperverbandes zur Wirtschaftlichkeit bei der Ertüchtigung der Hochwasser-Schutzwände und Deiche entlang der Wupper
Quelle: Jahresbericht des Wupperverbandes für 2023
31.3.2026
Integriertes Konzept zur Anpassung an den Klimawandel der Blütenstadt Leichlingen
Die Aufgabe des Klimaanpassungsmanagers ist die Erstellung des Konzepts; mit Unterstützung durch ein Fachbüro. Die Ausschreibung startete im Oktober 2024. Am 12.12.2024 ist ein Büro zur Unterstützung beauftragt worden.
Ein Sachstandsbericht ist im Ausschuss am 08.05.2025 vorgestellt worden. Im Fachausschuss ist am 02.03.2026 das Klimaanpassungskonzept vorgestellt worden: https://sessionnet.owl-it.de/leichlingen/bi/to0050.asp?__ktonr=337295 Ein Förderantrag für eine Personalstelle soll gestellt werden; die Umsetzung von Maßnahmen soll jeweils separat über geeignete Förderprogramme gewährleistet werden.
12/2026
BoRSIS - Boden-Rohr-System als innovatives Element der klimaangepassten Stadtentwässerung: Forschungsprojekt in Leichlingen
Einbau von Speichersystemen in der Friedensstraße als Zwischenspeicher für Regenwasser und zur Bodenbefeuchtung in Trockenzeiten; gleichzeitig Anschluss des Regenwassers von zwei städtischen Gebäuden an die Baumrigole; damit wird eine Bewässerung des Zwischenspeichers und gleichzeitig eine Entlastung des Mischwasserkanals erreicht. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt gibt es hier.
Was wurde gemacht?
31.10.2025
Pegelanlage am Pastorat
Der Wupperverband hat einen neuen Hochwassermeldepegel an der Brücke Pastorat installiert. Dieser verbessert die Vorwarnzeiten vor einem Hochwasser für Leichlingen und Leverkusen. Außerdem ist gleichzeitig eine Gütemessstation installiert worden.
Die Pegeldaten fließen mit vielen weiteren Messdaten in das Frühmeldesystem des Wupperverbandes ein. Das soll mit Hilfe künstlicher Intelligenz Hochwasserrisikozonen frühzeitig erkennen und entsprechend gezielt Gefahrenlagen melden. Und dadurch werden Fachleute wie Feuerwehr oder Katastrophenschutz informiert und können entsprechend handeln, aber auch die Bevölkerung warnen.
14.02.2025
Checkliste für Gebäudebesitzer*innen zur Vorsorge am eigenen Gebäude
Zusammen mit dem Abwassergebührenbescheid haben alle Gebäudebesitzer*innen eine Checkliste mit einer Übersicht über etwaige Risiken für das eigene Gebäude erhalten. In den Bereichen Starkregen/Hochwasser, Hitze/Trockenheit und Sturm/Hagel werden Möglichkeiten zur Vorsorge und zum Schutz gegen die Auswirkungen des Klimawandels aufgezeigt. Die Checkliste steht hier zum Download bereit: Checkliste Eigenheime_Druckversion
05.12.2024
Datenerfassung an der Brücke "Am Pastorat" durch den Wupperverband
Der Wupperverband hat 2 Sensoren unter der Brücke installiert, um Daten zum Wasserstand der Wupper zu erheben und frühzeitig Vorsorge gegen Hochwasser betreiben zu können. Zukünftig soll auch ein Hochwassermeldepegel installiert werden. Informationen zu Wasserständen: https://hwpsn.wupperverband.de
Im Bergischen Hochwassermeldesystem (HWS 4.0) werden digitale Daten der verschiedenen Messstellen an der Wupper erfasst und können im online-Dashboard eingesehen werden: https://www.hws.nrw/dashboard/start
14.06.2024
Umbau Neuer Stadtpark
Beim Umbau des Neuen Stadtparks werden neben Aspekten der Barrierefreiheit und der Schaffung von Kontaktmöglichkeiten mit dem "Langen Tisch" auch neue Bäume gepflanzt, die hitzeresistent sind. Beispielsweise Weißesche, Blumenesche, Hopfenbuche und Sträucher wie Zaubernuss und Schmetterlingsflieder.
30.11.2023
Erstellung eines Hitzeaktionsplans unter Berücksichtigung vulnerabler Gruppen wie Kinder und Senior*innen